Clicker-Training mit positiver Verstärkung

Clicker-Training mit positiver Verstärkung

Myriam Koller
14.9.22

Was ist ein Clicker?

Clicker gibt es in verschiedenen Lautstärken und man kann sich eine Art „Knallfrosch“ darunter vorstellen.

Wieso Clicker-Training?

Miteinander leben ist Kommunikation- das heisst wir müssen eine gemeinsame Sprache mit dem Hund erarbeiten- Clickertraining ist Kommunikation.

Was ist Clickertraining?

Beim Clickertraining wird ein Ton verwendet, um genau das Verhalten, das wir möchten, zu markieren. Auf den Ton folgt die Belohnung. Der Ton kündigt die Belohnung an!

Warum ein Clickton und nicht die Stimme?

Der Clickton ist immer gleich und kann so, sehr präzise angewendet werden. Bei der Stimme können immer wieder ungewollt Emotionen miteingebracht werden, welche den Hund verunsichern.
Der Ton ist eindeutig und er übermittelt jedesmal die gleiche Botschaft: DAS HAST DU RICHTIG GEMACHT! Dafür wirst du belohnt.

Vorteile vom Clickertraining

Der Clicker ist ein handliches Hilfsmittel, dass man gut und überall mitnehmen kann. Mit dem Clicker kann man seinen Hund sanft erziehen, den es wird nur auf das positive Verhalten reagiert und das negative Verhalten wird ignoriert. Weil der Hund lernt, dass nach jedem Click eine Belohnung folgt, wird er immer aufmerksamer und denkt aktiver mit.

Clickeranwendungen

Der Clicker wird nicht nur bei der Hundeerziehung oder im Hundesport angewendet. Ebenso können Katzen und andere Haustiere wie Pferde und Minischweine etc. daran gewöhnt werden. Sogar in den Zoo`s wird mit dem Clicker gearbeitet. So werden die Tiere beschäftig und gleichzeitig lässt sich die Behandlung eines Tierarztes mit Hilfe des Clickers von Anfang an üben.

Grundlegendes zum Clickertraining

Timing; Timing ist das A&O beim Clickertraining. Es bleiben uns höchsten 2-4 Sekunden Zeit, um das richtige Verhalten zu markieren.
Belohnung; Belohnung im Hundetraining sollte immer Bedürfsnisbefriedigung sein. Das muss daher nicht immer ein Leckerchen sein, das kann genau so gut ein Spiel, eine Streicheleinheit oder ein Lobwort sein. Beim Clickertraining hat sich aber sehr bewährt mit kleinen, hochwertige Leckerchen zu arbeiten.
Clickerregeln; Nach jedem Click gibt es ein Leckerchen! Der Clicker ist kein Lockmittel oder Aufmerksamkeitssignal.

Vorbereitungen fürs Clickertraining

Am besten übt man in einer reizarmen Umgebung die der Hund kennt. Viele kleine Leckerchen und der Clicker dürfen natürlich nicht fehlen.

Trainingsschritte fürs Clickertraining

  • Als erstes muss der Hund auf den Clicker kondizioniert werden. Das geht bei den meistens Hunden sehr schnell. Man nimmt ca. 15-20 Leckerchen in die Hand und stellt sich vor seinen Hund. Nun folgt der Click und der Hund bekommt direkt ein Leckerchen. Dafür muss er überhaupt nichts tun. Erfolgreich ist man bei diesem ersten Schritt, wenn die Leckerchen etwas besonderes sind wie zB kleine Käsewürfeli oder Fleichwürfeli. Nach der ersten Runde wird der Raum gewechselt und die Übung wiederholt. So lernt der Hund das die Übung nicht standortbezogen ist.
  • Nun kann schon mit dem ersten Befehl oder Trick begonnen werden, zB dem Kommando Sitz: mit einem Leckerchen in der Hand, locken wir den Hund in die Sitzposition. Sobald der Popo des Hundes den Boden berührt, wird sofort geclickt und belohnt. Trainiert die Kommandos zwei bis dreimal täglich für ca. 5 Minuten. Auch hier ist es wichtig den Übungsort immer wieder zu verlegen.
  • Wenn der Hund das Sitz zuverlässig ausführt, kann das Signalwort eingeführt werden und der Clicker kann ausgeschlichen werden.

Viel Spass beim Clickern
Eure Nicki