Welttierschutztag / Welthundetag

Diese Woche gibt es gleich zwei spezielle Tage, an welchen wir besonders darauf aufmerksam gemacht werden, dass wir unsere Vierbeiner feiern sollten. Am 4. Oktober ist immer der Welttierschutztag und am 10. Oktober folgt der Welthundetag, Milas offizieller Geburtstag. Nur schon deswegen ist es für mich ein Grund zum Feiern. Aber es gibt natürlich noch einige mehr.

Welttierschutztag

Als Tierschutz bezeichnet man alle Aktivitäten, welcher der Mensch unternimmt, um Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. So lautet zumindest die offizielle Definition. Doch Tierschutz ist auch sehr umstritten, da die Meinungen darüber, was es braucht und wo die Grenzen sind, sich so divers darstellen wie wir Menschen. Für die einen ist es fast schon eine Religion, für die anderen übertriebene Spinnerei. Meiner Meinung nach sollten alle ihr Möglichstes tun, um Tieren das Leben zu geben, das sie verdienen. Denn ihr Leben ist oftmals fremdbestimmt und können es sich nicht aussuchen, wo oder wie sie leben. Wir sollten Tieren eine Stimme geben, weil sie sich selber nicht wehren können.

Am Welttierschutztag will man das Bewusstsein für Tiere wecken. Dabei geht es nicht nur um unsere Haus- und Nutztiere, sondern auch um alle Wildtiere. Jedes Jahr verschwinden schätzungsweise ca. 58’000 Tierarten als Folge von Umweltverschmutzung, Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Krankheiten und Ausbeutung. Dies versuchen diverse Tierschutzorganisationen zu verhindern um somit die Artenvielfalt zu erhalten.

Doch wer denkt, dass Tierschutz eine Erfindung der Neuzeit sei, liegt falsch. Viele Kulturen vor uns haben Tieren einen speziellen Platz beigemessen, in dem man sie verehrte. So zum Beispiel waren Katzen und Hirschkäfer bei den Ägyptern heilig. Und auch die Darstellung der Götter mit Menschenkörpern und Tierköpfen lässt auf den hohen Stellenwert der Tiere in der ägyptischen Hochkultur schliessen. In diversen Weltreligionen gelten Tiere heute noch als heilig und das Töten von Tieren ist verboten (Fleischgewinnung oft ausgenommen).

Im 19. Jahrhundert entstanden im Laufe der Industrialisierung die ersten Tierschutzorganisationen. Gesetze, welche Tiere vor Gewalt und Ausbeutung schützen sollen, wurden erlassen. Und obwohl es die Tierschutzbewegung nun schon viele Jahre gibt, gibt es dennoch Länder in der heutigen Zeit, welche keine Tierschutzgesetze haben, wie zum Beispiel China. Zwar gibt es weltweit aktive Organisationen, die auch in solchen Ländern versuchen, ein Bewusstsein für die ganze Problematik zu schaffen. Doch leider kämpft man dort oft gegen die Regierung und das Desinteresse der Leute an.

So ehrenhaft die meisten Absichten der Leute sind, gibt es leider auch immer wieder Unternehmungen, welche ein Geschäft aus vermeintlichem Tierschutz machen. Dies bringt Organisationen mit guten Absichten in Verruf. Deshalb lohnt es sich immer genau zu prüfen, wie eine Organisation arbeitet und diese auch mal kritisch zu hinterfragen. Denn das Geschäft mit dem schlechten Gewissen ist Gold wert. Seriöse Tierschutzorganisationen sind transparent und beantworten auch unbequeme Fragen.

Tierschutz ist zwar eine Sache, die uns alle betreffen sollte und weltweit betreiben werden kann. Doch ein Anfang kann jeder vor seiner eigenen „Haustüre“ machen. Tieren mit Respekt begegnen und ihnen kein Leid zufügen, sie artgerecht halten und ihre Bedürfnisse respektieren sind nur kleine aber wirkungsvolle Punkte im Tierschutz. In den letzten Jahren ist die Lebensraumerhaltung der Wildbienen zu Beispiel extrem in den Fokus der Menschen gerückt. Ungespritzte Blumenwiesen oder Insektenhäuser helfen den kleinen Tieren in unserer zugebauten Landschaft sich einen Lebensraum zu erschaffen.

Unsere Fauna ist schützenswert! Und dies nicht nur am Welttierschutztag. Ruft euch also auch immer unter dem Jahr die Notwendigkeit unseres Engagements in Erinnerung.

Gegenseitiges Unterstützen hilft!

Welthundetag

Die Entstehung des Welthundetags ist nicht genau dokumentiert. Dennoch ist es doch toll, dass dieser Tag speziell unseren treuen Vierbeinern gewidmet ist. Die amerikanische Tierschützerin Coleen Paige hat den Welthundetag in den USA am 26.08. eingeführt zu Ehren ihres ersten Hundes. Dieser wurde dann von verschiedenen Ländern übernommen.

Hunde haben schon lange einen speziellen Stellenwert im Leben der Menschen. Die Aufgabe hat sich lediglich etwas gewandelt. Früher waren Hunde vor allem als „Hilfskräfte“ im Leben der Menschen. Sie wurden zum Jagen, als Beschützer von Haus und Hof und als Hüter des Viehs gebraucht. Auch heute gibt es noch viele Hunde, die im Dienst des Menschen stehen. Schutzhunde, Drogenspürhunde, Blindenhunde und Hütehunde sind nur ein Teil davon. Diese Hunde werden natürlich speziell geehrt am Welthundetag. Doch auch die treuen Begleiter, welche vermeintlich keine spezifische Aufgabe mehr haben, darf man an diesem Tag besonders herzen. Sie bringen Freude, Abwechslung und Bewegung in unseren Alltag und schenken uns so viel Zuneigung.

Das Ziel des Welthundetags ist, mehr Bewusstsein für das Leben unserer Haustiere zu schaffen und um ihre Adoption zu fördern. Viele Hunde benötigen unsere Hilfe, da sie zum Teil in erbärmlichen Zuständen leben. Speziell gegen unseriöse Züchter oder Vermehrer zielen viele Kampagnen.

Zudem möchte man die positive Wirkung der Hunde auf uns Menschen hervorheben. Denn sie leisten wirklich vieles und tragen nicht selten einen grossen Teil zu unserem Wohlbefinden bei.

Also, lasst uns anstossen auf unsere wunderbaren Freunde und gebt ihnen ein Extraleckerli und ein paar liebe Worte. Auf unsere Hunde!

Auf die Vielfalt unserer Hunde!

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