Schlechtwetter-Beschäftigung

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Wer hat diesen Satz nicht auch schon gehört. Im Herbst kommen wieder die regnerischen Tage, an denen man eigentlich keinen Fuss vor die Tür setzen möchte, auch nicht mit der richtigen Kleidung. Es gibt auch viele Hunde, und da zähle ich meinen dazu, die mit diesem nasskalten Wetter so gar nichts anfangen können. Aus diesem Grund möchte ich euch heute verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten zeigen, die ihr mit euren Vierbeinern bequem zu Hause machen könnt.

Nasenarbeit

Viele Hunde lieben es, ihre Nase einzusetzen. Drinnen kann man ganz tolle Nasenarbeiten machen. Man kann zum Beispiel in der ganzen Wohnung Leckerli oder das Lieblingsspielzeug verstecken.

Mr. T von Nicole sucht gerne Leckerli

Gerne lasse ich den Hund sein Futter auch erarbeiten, in dem ich den Kong befülle oder einen Futterball bestücke.

Tipp! Mila hat die Leckerlis im Nu aus dem Futterball draussen. Deswegen baue ich noch eine kleine „Schikane“ ein, damit sie ihn etwas länger rollen muss. Ich falte ein Küchenpapier und stecke es in den Ball. Natürlich so, dass sie es nicht einfach herausziehen kann.

Die Futtersuche im Karton, welcher mit Kartonrollen gefüllt ist, ist auch ein beliebtes Spiel.

Eloy ist eine gute Spürnase

In einem Tuch kann man wunderbar Leckerlis verstecken. Hier seht ihr die Variante, wo der Hund das Tuch aufrollen muss. Man kann aber auch gut das Tuch falten und den Hund etwas kreativ ausprobieren lassen, wie er an die Leckerlis kommt.

Für gute Spürnasen kann man auch das „Anzeigen“ üben. Dabei versteckt man ein Leckerli in einer Hand, hält dem Hund aber beide Hände mit Abstand hin und lässt den Hund suchen. Dann kann er ausprobieren, wie er an das Leckerli kommt (Pfote drauf, Sitzen, Platz…). Die meisten Hunde verstehen das Spiel sehr schnell.

Tricks

Neben Alltagskommandos kann man auch jede Menge Tricks einstudieren. Hier ein paar Ideen für euch:

  • Häschen
  • Auf der Seite liegen
  • High five
  • Rolle
  • Schubladen/Türen öffnen
  • Laut geben
  • Pfote geben
  • Drehen
  • Verbeugen

Die Liste lässt sich natürlich beliebig erweitern. Was ich auch gerne übe ist „Medical Training“. Dabei legt Mila ihren Kopf auf Kommando in meine Hand und ich kann ihre Augen, Ohren und Pfoten untersuchen. Hier sehr behutsam und langsam vorgehen. Das kommt bei geübten Hunden, die Vertrauen haben, sehr gut an beim Tierarzt und nimmt ihnen etwas den Stress. Damit verbunden kann man auch das Maulkorb-Training machen. Auch hier auf einen sauberen, stressfreien Aufbau achten.

Yuna beim Maulkorb-Training

Gehirnjogging

Hunde können Dinge beim Namen erlernen. Sie können also durchaus den Ball und ein Stoffigel auseinanderhalten und auch separat bringen. Im Video seht ihr, wie Kyra zwei Stofftiere unterscheidet.

Target-Training kann mit allen möglichen Utensilien gemacht werden (Untersetzer, Frisbee-Scheiben, Küchenbrettchen…).

Auch kleine Targets können verwendet werden.

Dass Hunde nur schwarz und weiss sehen ist ein weitverbreiteter Mythos. Sie sind eher farbenblind und können Rot- und Grüntöne nicht gut unterscheiden. Hingegen blau und gelb können sie gut auseinanderhalten. So kann man dem Hund beim Farbenspiel beibringen, immer die gelbe oder die blaue Farbe auszuwählen, egal um was für einen Gegenstand es sich handelt.

Mila liebt es aufzuräumen. Dafür verteile ich verschiedene Spielzeuge in der Wohnung und wenn sie sie gefunden hat, räumt sie diese in eine Kiste ein.

Auch Impulskontrolle will gelernt sein. Die Übungen hierzu sind vielfältig. Mila findet es toll, wenn sie sich ruhig hinlegen muss und ich ihre Silhouette mit Keksen nachlege. Zugegeben gefällt ihr das Liegenbleiben wohl eher mässig. Doch anschliessend darf sie auf ihr Freigabekommando alle Leckerli auf einmal futtern. Dafür wartet sie auch gerne einen kleinen Moment.

Geschicklichkeit

Wer etwas Phantasie hat, kann zu Hause ganz einfach einen Parcours für den Hund bauen. Im Slalom um Flaschen laufen, unter einem Stuhl durchkriechen, durch einen Reif springen, über einen Besenstil springen und viele andere Möglichkeiten bietet die Wohnung.

Jane von Brigitte meistert den Flaschen-Parcours.

Geschicklichkeitsspiele gibt es viele verschiedene im Handel zu kaufen. Mit etwas handwerklichem Geschick kann man auch versuchen diese ähnlich nachzubauen.

Sandras Anuk hat den Trick raus.

Free Shaping

Wer die Kreativität des Hundes etwas fördern möchte, kann es mal mit dem sogenannten „Free Shaping“ versuchen. Dabei muss der Hund eigene Lösungen für ein Problem anbieten. Wenn man zum Beispiel eine Kartonschachtel hinstellt, soll der Hund erst etwas ausprobieren. Erst kann man ihn für das Anstupsen belohnen. Das wird er wiederholen, sobald er merkt, dass es dafür eine Belohnung gibt. Nach ein paar Wiederholungen soll er aber wieder etwas Neues anbieten. Somit sind die Möglichkeiten sehr vielseitig.

Ihr seht also, es gibt viele Varianten eure Vierbeiner zu Hause zu beschäftigen, wenn der Spaziergang mal etwas kürzer ausfallen sollte. Ich wünsche euch viel Spass beim Nachmachen. Eure Ideen könnt ihr gerne in die Kommentare posten. Und etwas Wichtiges nicht vergessen: auch Kuscheln kann manchmal ganz schön sein.

Jana kuschelt am liebsten mit Yuna.

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