Wie finde ich die richtige Hundeschule?

Hundetrainer schiessen im Moment wie Pilze aus dem Boden. Viele mit etwas Hundeerfahrung haben das Gefühl, dass sie nun anderen alles beibringen können. Doch wie ich aus eigener Erfahrung weiss, ist das Besuchen einer Hundeschule absolute Vertrauenssache. Um wirklich Fortschritte mit dem Hund zu erzielen und eine gute Zeit zu haben, lohnt es sich, bei der Auswahl der richtigen Hundeschule kritisch vorzugehen und genügend Zeit zu investieren.

Erster Eindruck

Wie bei allem zählt natürlich der erste Eindruck. Wie hat man von der Hundeschule erfahren? Hat man sie im Internet gefunden, ist man zufällig daran vorbei gelaufen oder haben Bekannte davon berichtet? Es gibt viele Wege eine Hundeschule zu finden. Wichtig dabei ist, was das Bauchgefühl sagt. Hundeschulen, die transparent kommunizieren, sind in der Regel schon eine gute Anlaufstelle. Eine kompetente Hundeschule bietet Einblick in ihren Alltag und steht für ein Beratungsgespräch zur Verfügung, um die optimale Lösung für das Hundetraining zu finden.

Bei einem Besuch kann man sowohl den Trainer als auch die Teilnehmer beobachten.

Auf jeden Fall lohnt es sich, die Hundeschule mal ohne Hund zu besuchen, um einen echten Eindruck zu erhalten. Denn so kann man wirklich beurteilen, wie die Stimmung vor Ort ist und wie gearbeitet wird.

Hundetrainer

Die Sympathie sollte auf jeden Fall stimmen. Denn nur so kann man Anweisungen entgegennehmen und diese umsetzen. Ein guter Hundetrainer hat eine fundierte Ausbildung durchlaufen bei einer repräsentativen Ausbildungsstätte und kann vielfältige Erfahrungen vorweisen. Auch im Beruf als Hundetrainer sollte man sich stets weitebilden. Denn es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die durch Forschung entdeckt werden und Spezialgebiete, die man nicht oder nur oberflächlich in der Hundetrainer-Ausbildung behandelt. Ein guter Hundetrainer kann die Hunde richtig einschätzen, geht keine Risiken ein und pflegt einen freundlichen, respektvollen Umgang mit seinen Klienten.

Gerade in so einem Job ist es wichtig, die Ruhe bewahren zu können. Eine Prise Kreativität macht das Training vielseitiger und spannend. Wer möchte schon jede Woche dasselbe trainieren?!

Immer mal wieder etwas Neues ausprobieren.

Die eigenen Hunde sind immer auch ein gutes Indiz dafür, wie der Hundetrainer arbeitet und ob er etwas von Hunden versteht. Kein Hund ist perfekt und auch die Vierbeiner von Hundetrainern dürfen mal etwas nicht können. Dann kommt es umso mehr auf das Handling an.

Ein seriöser Hundetrainer hält sich auf dem neusten Stand und ist offen für ein Gespräch. Das soll heissen, dass man sich auch einbringen und seine Gedanken oder Sorgen teilen darf.

Zudem kennt ein toller Hundetrainer seine Kompetenzen aber auch seine Schwächen. Es kommt (im besten Fall selten) vor, dass ein Hundetrainer einem Hund nicht weiterhelfen kann. Dann sollte er aber so ehrlich sein und Grösse zeigen, indem er den Halter an jemanden verweist, der vielleicht mehr Erfahrung auf diesem speziellen Gebiet hat. Profit sollte nicht an erster Stelle stehen.

Trainingsmethode

Die Trainingsmethode sollte nach den neusten Standards und somit gewaltfrei sein. „Positive Verstärkung“ ist das Schlüsselwort. Dies schliess auf jeden Fall auch alle sogenannten „Hilfsmittel“ wie Würge- und Stachelhalsbänder, sowie Stromstösse oder Leinenruck aus! Auch anschreien muss sich niemand lassen in einer Hundeschule.

Ein gut ausgebildeter Hundetrainer kann individuell auf das Lerntempo, das Lernniveau und die Eigenheiten der Mensch-Hunde-Teams eingehen und alternative Trainingsansätze anbieten. Denn nicht jeder Hund und Mensch lernt gleich und es gibt kein Schema „F“ wie Hundetraining angewendet wird.

Wir schätzen ein abwechslungsreiches und individuelles Training.

Das theoretische Wissen ist bei Hundeerziehung unerlässlich. Deswegen soll man auch nachfragen dürfen, warum etwas entsprechend trainiert wird oder wie der Aufbau korrekt funktioniert. Am einfachsten zu verstehen ist es natürlich, wenn man gezeigt bekommt, wie etwas geht und dies gleich nachahmen kann. Dabei werden konstruktive Tipps gegeben.

Das Vorzeigen einer Übung hilft beim Verstehen.


Die Frage ist auch, was genau trainiert werden will. Geht es um Alltagstraining oder eher um ein spezifisches Problem oder um Hundesportarten. Ein guter Trainer kann auf ein breitgefächertes Fachwissen zurückgreifen und in verschiedenen (nicht unbedingt allen) Sparten seinen Input geben und anbieten. Um sich keinen „Platzhund“ heranzuziehen, lockern Übungen unterwegs, abseits vom Hundeplatz, die Stimmung immer auf und stellen ganz andere Herausforderung für Hund und Halter dar. Daher ist es begrüssenswert, wenn die Stunde auch mal abseits des Trainingsgeländes stattfindet.

Training muss nicht immer auf dem Hundeplatz stattfinden.

Teilnehmer

Die Stimmung unter den Teilnehmern kann entscheidend sein. Man muss nicht immer einer Meinung sein. Gerade im Erziehungsstil gibt es Unterschiede. Dennoch soll das Training Spass machen und man kann bei einem offenen Austausch auch viel voneinander lernen.

Hundetraining soll euch und euren Hunden Spass machen!

Wenn die Hunde gerne an den Trainingsort kommen, ist das bereits ein guter Hinweis, dass sie sich wohlfühlen und nicht zu etwas gezwungen werden. Jeder Hund sollte so viel Platz bekommen, wie er braucht, um sich sicher zu fühlen. Das muss von anderen Hunden aber auch von den Haltern respektiert werden. So kann man sich ganz auf seinen Hund und auf das Training konzentrieren. Die Arbeit sollte nicht durch andere Teilnehmer gestört werden. Um wirklich Fortschritte zu machen und auch individuell betreut werden zu können, sollte ein Kurs nicht zu viele Teilnehmer haben, sonst fehlt schnell der Überblick. In kleineren Gruppen kann auf Kleinigkeiten viel mehr geachtet werden.

In kleinen Gruppen lernt man schneller und individueller.

Alleine langjähriges Halten von Hunden qualifiziert also ein Trainer mitnichten. Achtet auf, einen respektvollen Umgang mit Mensch und Hund, eine gute Ausbildung und ein entspanntes Trainingsklima. Vergesst den Austausch untereinander nicht und habt Freude am Training. Hundetraining ist nicht immer einfach und manchmal muss man auch mit Rückschlägen klarkommen. Aber ein guter Trainer hilft euch über alle Hürden hinweg und achtet darauf, dass ihr als Team motiviert werdet und gemeinsame Erfolge erzielen könnt.

In der Ruhe liegt die Kraft. Auch beim Training braucht es Entspannungsphasen.

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